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Ich habe den Frühling verschlafen. Das heißt nicht ganz, aber irgendwie schon.
In der Woche meines letzten Beitrags habe ich mein Zimmer auf den Kopf gestellt: Geputzt bis in die hinterste Ecke, umgeräumt, waghalsig meine Fenster poliert und ausgemistet. Draußen vor der Tür habe ich mir ein Stück Garten von zu Hause mitgebracht und ihn gepflanzt. Eigentlich wollte ich dann am Wochenende in den Park und die ersten Aufgaben für die Uni erledigen. Puuustekuuuchen! Samstagnacht war mir schon die ganze Zeit übel und dann hatte sie mich erwischt, die blödeste Grippe die es gibt. Also habe ich zu Hause angerufen, mein Bruder kam und holte mich ab und ich lag erstmal krank im Bett. Das schöne Wetter ging an mir vorbei und ich habe gar nicht mitbekommen, dass es immer grüner wurde. Als es mir dann schließlich wieder etwas besser ging setzte ich den Fuß vor die Tür und sah sie: die Explosion der Natur!
Ich war ja schon etwas traurig, dass ich davon so wenig mitbekommen habe, aber schön ist es da draußen. Frisches Grün und überall summt und brummt es, bei einem Gartenrundgang habe ich sogar gesehen, dass sich Bienen bei in meinem Insektenhotel einquartiert haben- darüber habe ich mich sehr gefreut!

Nun, ich musste aber auch wieder zurück nach Kassel. Eine Woche Uni verpassen ist eigentlich das blödeste was passieren kann… Als ich nach einer Woche dann hier am Sonntag wieder ankam war ich hellauf begeistert: Meine Pflänzchen aus dem Garten fühlen sich hier pudelwohl! Zugegeben, es ist nicht wirklich schön hier, deswegen auch keine Panoramafotos, aber meine Töpfe mit den Pflanzen machen es mir hier etwas hübscher. 🙂

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Einerseits habe ich, nachdem der Versuch mit Kräutern im letzten Jahr hier etwas schief gelaufen ist (Rosmarin ist mehr oder weniger „verbrannt“, Thymian und Schnittlauch trotz des Gießens vertrocknet), nochmal etwas Thymian mit einem kleinen Ableger Lavendel, der sich bei uns zu Hause im Garten vermehrt wie in der Provence, gepflanzt. Ich hoffe, dass es dieses Jahr etwas besser klappt. Andererseits habe ich meine Lieblingsstaude mitgenommen: Fetthenne. Ich liebe dieses fleischige und feste Blattwerk und sie Blüte hält wunderbar lange. Sogar im Winter mit Schnee auf den Dolden sieht sie noch toll aus! Zur Fetthenne habe ich noch ein Silbergras gesetzt, eins der zähesten Pflanzen, die ich aus unserem Garten kenne. Ein Exemplar sitzt zu Hause auf der Terrasse im Topf und vermehrt sich prächtig.

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Was ich beachtlich finde: Meinen Schnittlauch. Dieser ist ebenfalls ein Ableger aus dem heimischen Kräutergarten, jedoch war auch er letztes Jahr vertrocknet. Ich habe das Gießen dann irgendwann eingestellt, da das alles zwecklos war. Als ich jedoch nach meinen kurzen Semesterferien wieder ankam, reckten sich ein paar Halme gen Sonne- was ein zähes Kerlchen! Jetzt hat er einen eigenen Topf bekommen und auch wieder regelmäßig Wasser. Seitdem geht es ihm wieder ganz gut, auch wenn er noch etwas Regenerationszeit benötigt.DSCI0145

Der Topf links im Bild ist noch leer- er wartet auf ein Tomatenpflänzchen, welches sich noch in der Kinderstube bei einer Freundin auf ihrem Balkon befindet. Demnächst kann es vielleicht schon umziehen. 🙂
Weiterhin steht draußen eine Bank, die aber noch auf Schleifpapier und Farbe wartet. Da ich nun aber erstmal gesund bin, sollte das Projekt auch bald starten. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, wenn draußen alles blüht und – toi toi toi – durchhält! Papalapap, wenn Kassel mich will dann nehme ich mir eben alles mit was ich mag. Soll die Stadt noch einmal versuchen, meinen Pflanzen an den Kragen zu gehen, dann kriegt sie es mit mir zu tun. Das wäre doch gelacht!

Habt ihr Lieblingsstauden, -gräser, sonstige -pflanzen, auf die ihr nicht verzichten wollt und die ihr, egal zu welcher Jahreszeit und wo, einfach nur wunderbar findet?

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