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Nachdem ich am Freitag endlich meine Studienarbeit abgegeben habe, bin ich in einen Dornröschen- ähnlichen Schlaf gefallen. Aber beginnen wir mal von vorne.

Ich bin bekannterweise kein Mensch, der gut mit Stresssituationen umgehen kann. Betrachtet man also Klausuren von mir nach der Prüfung schäme ich mich für die optische Qualität manchmal in Grund und Boden: derjenige, der diese Handschrift dann noch entziffern kann, verdient eigentlich einen Orden! Aus diesem Grund fange ich mit der Lernerei und dem Schreiben von Hausarbeiten und dem Ganzen, was dazugehört, immer recht früh an, damit auch JA nichts schiefgehen kann und ich noch genügend zeitlichen Puffer für Totalausfälle (die eigentlich nie vorkommen) habe. EIGENTLICH. Doch diesmal war alles anders. Die ersten Texte geschrieben und in der Planung so weit fortgeschritten, dass es eine Katastrophe wäre, jetzt noch von Grund auf alles zu ändern, gingen sie an meinen Betreuer. Die Antwort kam dann auch zurück. Grob zusammengefasst kann ich sagen: Tja. Katastrophe perfekt. Das heißt, ich habe innerhalb einer knappen Woche eine Studienarbeit aus dem Boden gestampft, von der ich nie erwartet hätte, dass ich zu sowas in dieser Zeit fähig wäre. Morgens gings los und abends um 10 war Feierabend. Ich habs geschafft: Freitag lag sie frisch gedruckt und gebunden auf dem Schreibtisch meines Profs. Zugegeben, ohne die Hilfe meiner älteren Schwester, die nach einem indirekten SOS- Ruf zu mir nach Kassel eilte und mir beim Layout der Arbeit half, wären wahrscheinlich in meinem übermüdeten Zustand jede Menge Nerven draufgegangen. Auch wäre es wohl eher in einem Chaos geendet, da Word jeden Laien ja bekanntlich den letzten Nerv rauben kann, wenn man sich nicht ganz gut mit ihm stellt. Und zu Scherzen war ich wirklich nicht mehr aufgelegt.

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Nachdem ich dann nach der Abgabe wieder zu Hause war, habe ich normale Sachen gemacht: Wäsche gewaschen, gebügelt, geputzt und geschlafen. Und ich habe mich belohnt: ich habe gebacken. Hefe- Zimtschnecken. Ist zwar nur eine kleine und unkomplizierte Belohnung, aber sie wirkt Wunder ^^

Zutaten:

– 100 g Butter
– 0,5 l Milch
– 1 Päckchen frische Hefe oder 2 Päckchen Trockenhefe
– 1/2 TL Salz
– 100- 120 g Zucker (je nach Geschmack)
– 1 TL Kardamom
– 800 g Mehl

– 100 g geschmolzene, zimmerwarme Butter
– 80 g Zucker
– 2 EL Zimt

– 1 verquirltes Ei
– Hagelzucker

Zubereitung:

Die Butter schmelzen und die Milch hinzugeben. Die Mischung so erwärmen, dass sie lauwarm ist. Dann die Hefe in einer Rührschüssel zerbröseln und in der Butter- Milch- Mischung auflösen. Die restlichen Zutaten – das Mehl nach und nach – hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Schüsselrand lösen lässt. An einem warmen Ort (am besten im Bett unter der Decke) ca. 30 Minuten gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat. Danach nochmal etwas kneten und den Teig ausrollen. Die zimmerwarme Butter darauf verstreichen und die Zimtzucker- Mischung darauf verstreuen. Jetzt rollt ihr den Teig längst auf, dabei kann etwas von der Butter und dem Zimtzucker herausquellen, was aber nicht schlimm ist. Die Rolle schneidet ihr nun in so breite Stücke, wie ihr es am liebsten mögt. Meine sind ca. 1,5 bis 2 cm breit gewesen. Die Schnecken mit genügend Abstand auf Backblechen verteilen und nochmal für ca. 30 Minuten gehen lassen. Danach bestreicht ihr sie mit dem Ei, streut Hagelzucker drüber und ab für 7 Minuten auf die mittlere Schiene bei 250°C (Ober- und Unterhitze!) in den Backofen.

Ich habe frische Hefe genommen, weil ich sie lieber mag. Aber das Schöne an dem Rezept ist, dass er auch für Spontanbesuch (das ist bei mir schon welcher, der sich morgens erst ankündigt^^) geeignet ist, da man eigentlich immer alles dafür zu Hause hat.

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So. Mit der Abgabe habe ich zwar einen Teil meines schönen Lebens wieder, jedoch wartet dann noch am Donnerstag dieses furchtbare Fachgespräch auf mich, in dem ich meine Arbeit verteidigen muss… Aber eigentlich kann mich jetzt ja auch nichts mehr schocken 😀

Gelernt habe ich in dieser Zeit:

1. Aufläufe sind ganz wunderbar! Man kann immer für zwei Tage kochen und am zweiten machen sie auch gar keine Arbeit mehr. Und am dritten und am…

2. Das Stadtleben hat auch Vorteile. Die Läden haben bis 23 Uhr geöffnet.

3. Ein Strauß frischer Blumen kann das Gemüt unglaublich erheitern und steigert die Stimmung!

4. Auszeiten sind wichtig. Hoch lebe Pilates!

5. In der Not geht Wurst auch ohne Brot (Opa ich danke dir für diese Weisheit, oft musste ich an dich denken. Du warst ein weiser Mann.)

6. Tee erzielt die gleiche Wirkung wie Kaffee.

7. Lachen ist wichtig. Sonst gibt man zu schnell auf.

Ich wünsche euch einen schönen stressfreien Start in die Woche, es soll ja auch zum Glück wieder wärmer und schöner werden (eine kleine Entschädigung für die schönen Tage, an denen ich am Schreibtisch gesessen habe, ist jetzt auch wirklich mal angebracht!)

P.s. Quellen: Titelbild und Collage: Papa Molly

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