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Wie im letzten Beitrag versprochen, haben wir unsere Piepmätze zu Hause über den Winter nicht vergessen. Für die Geschichte muss ich aber etwa weiter ausholen…

Seit Jahren hängt meine Mama ab Weihnachten um das Haus verteilt Meisenködel aus. Damit haben die Vögelchen dann auch etwas von den Festtagen und auch das Angebot sehr anregt genutzt. So nah am Haus haben sie sich natürlich auch sehr wohlgefühlt. Und sich promt in die Rollädenkästen eingenistet. Einen Winter haben sie dort fröhlich und gemütlich im Styropor genistet, was zu viel war, haben sie einfach rausgeschmissen. Ich war sehr amüsiert, denn im grauen Alltag über dem Lernstoff des Abiturs damals war das eine schöne Ablenkung, denn mein Schreibtisch stand direkt vor dem Fenster. Und wenn Heiko (jetzt muss ich sehr lachen, denn so haben wir die Blaumeise getauft, die sich im Rolladenkasten meiner Schwester und mir eingenistet hat :D)  mit frischem Moos oder anderen Utensilien für den Nestbau angeflogen kam, freute ich mich immer sehr. Aber auch wenn sie sehr nette Untermieter waren- die Isolierung vom Haus durfte nicht unter ihnen leiden. Nichtsdestotrotz sollten sie auch auf das Weihnachtsfest verzichten müssen. Aus diesem Grund wurden die Meisenknödel in die Wildhecke auf die benachbarte Wiese gehangen. Da herrscht nun jedes Jahr ein reges Treiben und man könnte sich die Meisen, Goldammern, Rotkehlchen und ihre Freunde den ganzen lieben Tag zuschauen.

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Die Wildhecke aus Schwarzdorn und Wildrosen liegt 20 m vom Haus entfernt

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Ich finde, dass diese beiden hier mit das schönste Federkleid haben!

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Dieses Jahr kam aber die Idee, unsere netten Nachbarn wieder etwas näher an das Haus zu bringen, um sie etwas besser zu beobachten und fotografieren zu können, aber nicht so nah, dass sie wieder als Untermieter einziehen.
Dafür haben wir Birkenstangen genommen und mit ein paar Nägeln ein Dreibein gebaut. Die Birkenstangen könnt ihr übrigens auf nette Nachfrage bei eurem Förster aus dem Wald holen. Damit sie sich auch setzen können, haben wir ein paar Äste hineingesteckt und fixiert. Für das Futter hat mein Vater Rindertalg beim Metzger besorgt, dieser ist dort eigentlich „Abfall“ und deswegen oft kostenlos. Die Sämereien sind aus dem Landmarkt. Erst den Talg in einem Topf auf dem Herd schmelzen, dann zu gleichen Teilen die Sämereien hinzufügen. Etwas andicken lassen und in Schalen füllen. Damit der selbstgemachte Meisenknödel später nicht auseinander bricht und die Vögel sich setzen können, ein paar kleine Zweige Schwarzdorn oder ähnliches in die Schalen legen. An den herausragenden Zweigen könnt ihr das Futter gut an den Ästen des Dreibeins mit etwas Kordel fixieren.

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DSCI0065Stellt die Futterstelle an einen Ort, den ihr gut sehen könnt. Denn hat einer den Braten gerochen, ist schnell ein reges Treiben zu beobachten. Die Bergfinken sind zwar schon weg, aber unsere heimischen Vögel nehmen das Futter in der Jahreszeit, wo sie auf der Suche nach einzelnen Körnchen sind, dankbar an.

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Sogar der zwar schön anzuhörende aber auch schüchterne Zaunkönig hat sich blicken lassen!

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Mittlerweile ist der Schnee weggetaut und die Kraniche fliegen schon wieder in die richtige Richtung- und bringen hoffentlich bald den Frühling!

P.s.: Auch dieser Beitrag ist eine Kooperation von Papa Molly und mir, dementsprechend hat er die meisten Fotos beigesteuert und ist Urheber dieser.

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