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Der Weihnachtsschmuck ist schon längst wieder in Kisten auf dem Dachboden verstaut und so richtig weiß man um diese Jahreszeit auch nicht zu schmücken. Für Primeln ist es noch etwas zu früh und ganz ohne Deko fehlt die persönliche Note in der Wohnung und im Haus. Am Wochenende haben meine Schwester, Mama und ich etwas sehr Hübsches gebastelt. Wachsrosen kann man momentan in vielen Blumenläden kaufen. Dafür werden Rosen vier- bis fünfmal in (farbiges) Wachs getaucht. Auf diese Art und Weise werden sie konserviert und damit sehr lange haltbar gemacht. Wir haben farbloses Wachsgranulat bestellt und unterschiedlich farbige Rosen in der Gärtnerei gekauft. Achtet darauf, dass sie noch „knackig“ sind, nicht zu weit geöffnet aber auch nicht mehr in der Knospe. Das Wachs haben wir in einem Einmachglas im Wasserbad geschmolzen und dann die Rosen nach und nach ins flüssige Wachs getunkt. Wichtig hierbei: den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen! Die Rose muss lange genug im Wachs bleiben, damit es auch zwischen die letzten Blütenblätter kommt (sieht man an den Luftblasen, dafür gegebenenfalls auch etwas unter Wasser schütteln) aber nur so kurz, dass sie nicht schlapp macht und nach dem Trocknen dunkle und braune Blütenblätter bekommt. Jede Rose taucht ihr viermal in das heiße Wachs und steckt sie zum Trocknen in Steckmasse. Ein Probedurchlauf ist also nicht schlecht. Auch solltet ihr einen Topf nehmen, den ihr nicht mehr zum Kochen benutzt, denn sauber wird er nicht mehr…

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Für die weitere Verarbeitung habe ich mir am Freitag einen Korb, eine Gartenschere und unseren Hund geschnappt und bin bei uns zu Hause um das Haus herum spazieren gegangen. Dabei habe ich im Wald Moos, mit Flechten bewachsene Zweige und Haselnusszweige gesammelt. Ein Glück! Denn keine 24 Stunden später hat es angefangen zu schneien. Das wäre dann wohl nichts mehr geworden. Im Garten bin ich auch fündig geworden: ein paar Zweige Wacholder und Korkenzieherhasel, Efeu und Rosmarin habe ich abgezwackt. Außerdem hatte meine Schwester noch ein paar schöne Muscheln aus ihren letzten Urlaub am Mittelmeer über.

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Für die Gestecke haben wir ein paar passende Übertöpfe und altes Porzellan aus der Sammlung meiner Mama genommen. Der Esstisch im Wohnzimmer war mehr als belegt: bewaffnet mit Zeitung, Steckmasse, Draht und Gartenscheren ging es ran ans Werkeln. Mit der Zeitung haben wir den überflüssigen Platz in den Behältnissen ausgefüllt, die Steckmasse kam dann darauf. Nun war der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

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Unsere Ergebnisse:

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Nicht sehr zu empfehlen: weiße Rosen. Haben wir im Testdurchlauf auch ausprobiert, die werden aber leider sehr schnell braun. Außer natürlich ihr nehmt buntes Wachs. Nichtsdestotrotz haben auch sie einen vorläufigen Platz bei uns auf der Frisiertoilette im Wohnzimmer bekommen.

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Rote Rosen haben mit am besten funktioniert! Der Kontrast zur weißen Porzellanvase lassen sie jetzt monatelang frisch aussehen.

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Für die Küche haben wir passend eine Rose mit etwas natürlichem Schmuck in eine alte Sauciere gesteckt.

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Moos und Flechten stopfen übrigens sehr gut Lücken, die das unschöne Innenleben des Blumentopfes zeigen!

Wir hatten sehr viel Spaß beim Basteln, stecken und dekorieren. Der „Dauerschmuck“ präsentiert sich nun im Wohnzimmer, in der Diele (Titelbild) und der Küche wie auch im Badezimmer.

Hier nochmal ein kurze Checkliste:

In den Warenkorb:

  • Wachsgranulat
  • Rosen

Außerdem:

  • Gefäße: Blumentöpfe und altes Porzellan
  • Steckmasse
  • Messer
  • Gartenschere
  • Draht zum Feststecken
  • Zeitung zum Auspostern (und gegen Wachsflecken auf den Möbeln)
  • Efeu, Moos, mit Flechten bewachsene Zweige, Wacholderzweige, Silberblatt, Hasel- und Korkenzieherhaselzweige, Rosmarin, Muscheln

Rosige Grüße!

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