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Seit ich ein Kind war, gibt es eigentlich nur eine Sorte Plätzchen, die in der Adventszeit absolut nicht nicht gebacken werden dürfen: Lebkuchen.

Angefangen hat diese Leidenschaft durch und bei unserer Oma, die sie damals immer an einem Wochenende „Urlaub“ bei ihr mit uns Enkeln gebacken hat. Die besten sind die vom ersten Blech- frisch aus dem Backofen, noch ganz warm. Mittlerweile kann ich das Rezept schon alleine backen und auch hier bespaße ich damit meine Mitbewohner alljährlich. Nicht weil die kleine Küche tatsächlich auch zu klein zum Plätzchenbacken ist. Ich backe aus einem Kilo Mehl. Das ist ziemlich viel. Trotzdem muss ich kein einziges Plätzchen Ende Januar wegwerfen, weil es zu trocken, zu alt oder schon zu hässlich ist, da meist alle bis vor Weihnachten oder spätestens nach Silvester aufgegessen sind.


Um euch die Möglichkeit zu geben, eure Wohnung/ WG oder euer Haus in eine Lebkuchenwolke zu verwandeln hier unser altes Familienrezept:

Zutaten (für viele Plätzchen):

  •  1 kg Mehl
  •  4 Eier
  •  2 Päckchen Backpulver
  •  500 g Honig
  •  250 g Zucker
  •  250 g Butter
  •  100 g Kakao
  •  2 TL Zimt
  •  2 TL Nelken
  •  2 TL Kaffee

außerdem:

  •  2 Schuss Muskatnuss
  •  1 Fläschchen Zitronenaroma oder die Schale von einer unbehandelten  Zitrone
  •  1 Fläschchen Vanillearoma
  •  1 Fläschchen Bittermandelölaroma
  •  1 Päckchen Lebkuchengewürz
  •  Kuvertüre
  •  Haselnusskrokant, Hagelzucker und alles womit ihr eure Lebkuchen verzieren  möchtet

Die ROTmarkierten Zutaten in einen Topf geben und erwärmen, bis eine zähflüssige Masse entsteht, nicht kochen! Diese abkühlen lassen.

Im nächsten Schritt wird diese Masse mit GRÜNmarkierten Zutaten verknetet. Dafür erst das Mehl mit dem Backpulver mischen, sonst kann es sein, dass die Plätzchen nicht aufgehen. Ihr solltet den Teig solange kneten, bis er schön glänzt. Dafür gegebenenfalls noch Mehl hinzugeben. Damit er richtig schön wird und sich gut ausrollen lässt, am besten eine Nacht an einem kühlen Ort ruhen lassen.

Danach geht die Backerei in die erste Runde: den Teig mit einem Nudelholz ca. 5 mm dick ausrollen. Nicht zu dünn, sonst werden sie schnell trocken. Dann gehts ans Ausstechen. Ich mag gerne kleine Formen, aber in der Hinsicht könnt ihr euch vollkommen austoben.

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Ab in den vorgeheizten Backofen: bei 170°C (Umluft!) ca. 15 Minuten backen. Danach aus dem Ofen holen und einen Lebkuchen warm probieren.

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Die Restlichen werden zum Auskühlen am besten auf ein Brett umgelagert oder wenn ihr genügend Wechselbleche habt einfach so auskühlen lassen. Wenn die Lebkuchen ausgekühlt sind könnt ihr sie nach eurem Belieben verzieren. Ich mag es am liebsten mit dunkler Kuvertüre und ein paar hübschen Streuseln. Ihr könnt allerdings auch anstelle der Kuvertüre Zuckerguss nehmen, dafür einfach den Saft von einer Zitrone mit genügend Puderzucker vermischen, sodass es ein gut zu verarbeitender Guss wird.

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Habt ihr auch ein Rezept, auf das ihr in der Weihnachtszeit auf keinen Fall verzichten möchtet oder könnt? Für ein weiteres Rezept bin ich bereit!

Jetzt aber viel Spaß beim Nachbacken!

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Ich hoffe in der Zeit wie jedes Jahr auf weiße Weihnachten.

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